Grabmale

 
 

Rituale und Symbole geben Menschen Halt. Vor allem dann, wenn nur noch die Erinnerung lebt. Das Grab ist ein Ort der Erinnerung, ein Ort, an dem die Trauer erlebt und verarbeitet werden kann. Im Entwurf eines Grabmals gehen deshalb nicht nur Name und Daten des Verstorbenen, sondern auch sein Wesen und Lebensinhalt ein. Ein Grabmal entsteht nicht nur für einen Menschen, der von dieser Welt gegangen ist. Es soll auch für uns, die wir hier im Diesseits geblieben sind, hilfreich und heilsam wirken können.


Verlustschmerz ist eine der stärksten Emotionen und kann nur dann verarbeitet werden und heilen, wenn er zugelassen wird. Um ihn zuzulassen, ist eine „emotionale Öffnung“ notwendig, die vor allem durch unsere „Erinnerungen“ bewirkt wird,  jedoch nur dann gelingt, wenn sich Trauernde dabei beschützt, umsorgt und wohlfühlen können.  In diesem Kontext wird dem „Grabzeichen“ eine wichtige Rolle zuteil, da es im verstärkten Maße Erinnerungen in Gang setzt.